750 Jahre Kloster Habsthal: Feierlichkeiten am 20./21. Mai |
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Bericht der Schwaebischen Zeitung vom Februar 2011

Kloster Habsthal
Instandsetzung der Dächer und Fassaden im Sommer 2010
Es tut sich was unter den Dächern des Klosters
Nach Durchführung der Ausschreibungsphase wurden im Mai die Aufträge für die Zimmerer-, Dachdecker-, Flaschner- und Gerüstbauarbeiten für die Arbeiten am Westflügel, dem Bauabschnitt I vergeben. Die beauftragten Firmen kommen aus der näheren Umgebung.
Nachdem der Klosterflohmarkt am letzten Wochenende im Mai mit gutem Erfolg durchgeführt wurde, begannen die Bauarbeiten Anfang Juni.
Auch wenn man im Augenblick von außen nicht viel sieht, tut sich unter der Dachhaut eine Menge: Die Fußpunkte der Dachkonstruktion wurden freigelegt; Architekt, Tragwerksplaner und Zimmermann überprüften die vorgefundenen Schäden und legten die einzelnen Arbeitsschritte für die Reparaturen fest, die jetzt ausgeführt werden.
Zum Schutz der Wochenstuben der Fledermauspopulation im Dachraum müssen die Arbeiten sehr vorsichtig, möglichst geräuscharm und in einem festgelegten Abstand ausgeführt werden. Dies ist eine Auflage der Genehmigungsbehörde, die zusätzlich vor Ort durch einen Sachkundigen begleitet und überwacht wird.
Die bisher durchgeführten Arbeiten konnten weitgehend unter der geschlossenen Dachhaut ausgeführt werden, was dem Baufortschritt bei den zurzeit herrschenden, nassen Witterungsbedingungen sehr zugute kommt.
Die Arbeiten am Westflügel sollen bis Ende Oktober / Anfang November soweit abgeschlossen sein, dass dann – wieder abhängig von den Fledermäusen – mit den Arbeiten im Süd- und Ostflügel begonnen werden kann.
Schadensbild 1 (P1181167):
Nach dem Freilegen, d.h. Entfernen des Bodenbelages im Dachraum (siehe oberer Bildrand) musste festgestellt werden, dass die notwendige Balkenlage einfach nicht mehr vorhanden war. Man sieht direkt auf die Oberseite der Stuckdecke der Kirche.
Schadensbild 3 (P1181167):
Fußpunkt im Kehlbereich der Dächer zwischen dem Nord- und dem Westflügel. Rechts sind frühere Reparaturmaßnahmen zu sehen. Von Oben schaut man direkt auf die Stuckdecke der Kirche
Schadensbild 5 (P1180171)
Fußpunkt im Übergang Westflügel / Nordflügel:
Im Kehlbereich der Dächer hat über einen langen Zeitraum eindringendes Wasser die Schäden verursacht.
Die kraftschlüssige Verbindung, die die ankommenden, viele Tonnen schweren Lasten abtragen und weiterleiten soll, besteht nicht mehr.
Erst nach dem Öffnen der Schadstellen und der genauen Bewertung der Situation kann der Tragwerksplaner gemeinsam mit dem Architekten die notwendigen Reparaturmaßnahmen berechnen und festlegen, mit dem Zimmermann die Einzelheiten besprechen und die Arbeiten zur Ausführung freigeben.
Für Außenstehende ergibt sich dabei oft der Eindruck: „Nichts passiert!“
Ausfahrt des Fördervereins im Mai 2010
Bericht zur Romreise
von H. Schöllhammer, Krauchenwies
Romfahrt des Fördervereins des Benediktinerinnenklosters Habsthal
Im Benediktinerinnenkloster “Unserer Lieben Frau” in Habsthal, in dem derzeit noch mehrere Schwestern ihre segensreiche Tätigkeit für die nähere und weitere Umgebung ausüben, stehen umfangreiche Sanierungs- und Unterhaltungsarbeiten an dem großen Gebäudekomplex an. Als erster Schritt sollen die Dächer saniert werden. Das Land, die Denkmalbehörden und andere öffentliche Geldgeber haben nennenswerte Zuschüsse für das Projekt zugesagt.
Zur Hilfe bei der Finanzierung der Millionensumme ist vor zwei Jahren in Habsthal ein Förderverein entstanden, dem derzeit ca. 200 Mitglieder angehören. Bei mehreren Veranstaltungen, die vom Förderverein in den letzten zwei Jahren durchgeführt wurden, ist eine stattliche Spendensumme zusammengekommen.
Zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls hat eine 23 Mitglieder der Fördervereins eine viertägige Romreise durchgeführt. Die vom Reisebüro Gnädinger aus Pfullendorf vorbildlich vorbereitete und organisierte Reise, die von den Teilnehmern selbstverständlich komplett aus der eigenen Tasche bezahlt wurde, hat den Rompilgern viele bleibende Eindrücke vermittelt. Dazu gehört, dass es für einige Reisende die erste Flugreise in ihrem Leben war und als Höhepunkt die Führungen durch die Sixtinische Kapelle und den Petersdom. Die Besichtigung der antiken Bauwerke der Stadt stand ebenso im Programm wie eine Fahrt nach Castel Gandolfo, der Sommerresidenz des Papstes. Zum Reiseerfolg beigetragen hat auch, dass mit Frau Martina Schäfer aus Wangen eine erfahrene Reisebegleiterin zur Verfügung stand, die Rom von zahlreichen Reisen her kennt und die örtliche Reiseführerin für die deutschen Besucher vielfältig ergänzen konnte.
Kloster Habsthal braucht Hilfe!
die Gemeinschaft der Benediktinerinnen von Habsthal steht angesichts der dringend notwendigen Sanierungarbeiten des Daches und der Fundamente ihres Klostergebäudes vor großen Herausforderungen. Da sie diese Aufgaben nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, braucht sie dringend Unterstützung und Hilfe.

Ein erster ermutigender Schritt war die Gründung des Fördervereins im vergangenen Monat. Zahlreiche Menschen aus der nahen und weiteren Umgebung haben durch ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung ihre Verbundenheit mit dem Konvent sowie ihr Interesse an der Erhaltung des Gebäudes bekundet.
Mit einer Unterbrechung von rund fünfzig Jahren zählt Kloster Habsthal seit 750 Jahren zu den bedeutenden geistlichen und kulturellen Orten des nordwestlichen Oberschwabens. Es gehört zu den verbliebenen Klöstern – einst waren es siebzehn - in denen nach der Säkularisation wieder neues Ordensleben erblühen konnte.
Bedeutende Künstler wie Joseph Anton Feuchtmayer, Joseph Spiegler, Gottfried Bernhard Göz und Felizian Hegenauer haben im Kloster eindrucksvolle Kunstwerke hinterlassen.
Bereits vor 117 Jahren bewahrten die Benediktinerinnen aus dem schweizerischen Hermetschwil, die drei Klosterflügel vor einem geplanten Abbruch.
Die heutige Schwesterngemeinschaft fühlt sich verpflichtet, die geistlichen und kulturellen Werte des Hauses weiterhin zu bewahren und sie für ihre Mitmenschen fruchtbar werden zu lassen. Das kann sie aber nur mit Ihrer Hilfe und Solidarität leisten.
Eine wichtige Möglichkeit, das Kloster zu unterstützen, besteht in der Mitgliedschaft des Fördervereins.
„Der Verein hat die Aufgabe, das Kloster Habstahl bei der Erhaltung, Restaurierung und Pflege seiner Gebäude sowie der Gesamtanlage fördernd und materiell zu unterstützen“. Desweiteren soll er mit der „Durchführung von Veranstaltungen und von Kirchenkonzerten und anderen kirchen-musikalischen Darbietungen“ Hilfe leisten.
Für den Vorstand des Vereines konnten erfahrene Frauen und Männer gewonnen werden:
| Erster Vorsitzender: | Abt Dr. Benno Malfèr OSB, Abt der Benediktinerabtei Muri-Gries in Bozen und als solcher Ordinarius des Benediktinerinnenklosters Habsthal |
| Stellvertretende Vorsitzende: |
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| Geschäftsführer: | Werner Schmid-Lorch, Albstadt-Ebingen |
| Schatzmeister: | Andreas Reisch, Bad Saulgau |
| Baudezernentin: | Agnes Moschkon, Architektin, Hagnau |
| Schriftführerin: | Waltraud Selg, Sigmaringendorf |
| Beisitzer: |
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Die Arbeit des Vorstandes wird durch ein Kuratorium verstärkt und bereichert; auf Zukunft hin wird außerdem geplant, eine Stiftung zu errichten.
Der Konvent überlegt sich, die bereits bestehende Gästeaufnahme zu erweitern und einen Teil der Paramentenausstellung des vergangenen Jahres als ständige Austellung einzurichten und eventuell mit einem Klosterladen zu kombinieren. Doch auch diese Vorhaben erfordern sowohl Investitionen als auch Personal, die jedoch von den Schwestern aus eigener Kraft nicht geleistet werden können.
Seit es Klöster gibt, besteht ein fruchtbarer Austausch zwischen ihren Gemeinschaften und ihrer Umwelt. Die Kirchengeschichte zeigt, daß beide „Welten“ einander brauchen; keine kann für sich alleine existieren. In diesem Sinne brauchen die Benediktinerinnen von Habsthal jetzt Ihre konkrete, finanzielle Hilfe, besonders auch Ihr Wohlwollen sowie Ihre geistig-geistliche Unterstützung.
Die Schwestern sind Ihnen in ihrem täglichen Gebet dankbar verbunden und wünschen Ihnen Gottes Segen.
Helfen Sie bitte mit, dieses kostbare Kleinod der Oberschwäbischen Barockstraße zu retten und es wieder zu einem geistlich-kulturellen Mittelpunkt unserer Heimat werden zu lassen.
Werden Sie Mitglied im Förderverein!
Laden Sie hier die Beitrittserklärung herunter und schicken Sie sie ausgefüllt zurück an:
Benediktinerinnenkloster Habsthal
Klosterstraße 11
88356 Ostrach-Habsthal
Auf Wunsch senden wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zu.
In herzlicher Verbundenheit und dankbar für jede Unterstützung grüßen Sie die Benediktinerinnen von Habsthal.