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Sanstag, 1. August 2026
Franziskus und Klara – eine Beziehung auf Augenhöhe
Vortrag im Kloster Habsthal mit der Kunsthistorikerin Dr. Helga Müller-Schnepper

Kloster Habthal. Wenn Franziskus ein Revolutionär war, dann Klara noch umso mehr. Beide sind
aus dem traditionellen Bild der bürgerlich adligen Familie ihrer Zeit ausgebrochen, um dem
Armutsideal zu folgen. Ihre Ordensgründungen zeigen, wie sie Spiritualität und das Armutsideal
verbinden.

Der Vortrag der Kulturhistorikerin Dr. Helga Müller-Schnepper geht
am Samstag, 1. August 2026, um 14 Uhr,
prägnant und unterhaltsam den Spuren dieser frühen Ordensgründer nach.

Franziskus und Klara verband eine tiefe spirituelle Beziehung und eine der faszinierendsten
Freundschaften der Kirchengeschichte. Als Gleichgesinnte und Seelenverwandte inspirierten sie
sich gegenseitig in ihrem radikalen Armutsideal und der kompromisslosen Nachfolge Jesu Christi.
Ihre Freundschaft war geprägt von einer tiefen, gegenseitigen Wertschätzung von Respekt und
geistlicher Verbundenheit. Während Franziskus als Wanderprediger wirkte, hielt Klara mit ihren
Schwestern in San Damiano bei Assisi an der strengen Armutsregel fest.

Im Kloster San Damiano gründete die heilige Klara von Assisi (1193/1194–1253) im Alter von 19
Jahren zunächst die Gemeinschaft der "Armen Frauen", aus der die heutigen Klarissen
hervorgingen. Klara floh 1212 deshalb aus ihrem reichen Elternhaus, um ein Leben in radikaler
Armut zu führen. Sie war die erste Frau in der Kirchengeschichte, die eine eigene Ordensregel
verfasste. Erst im Jahr 1253 wurde diese von Papst Innozenz IV. bestätigt.

Der heilige Franz von Assisi (1181/1182–1226), der zusammen mit Klara den Orden der Klarissen
initiierte, hatte schon zuvor um 1209 den Franziskanerorden gegründet. Dieser wurde vier Jahre
später durch Papst Honorius III. offiziell anerkannt. Das Ideal der von ihm gegründeten
Gemeinschaft ist bis heute ein Leben in der Nachfolge Jesu, in radikaler Armut, Demut und
Geschwisterlichkeit.

Kosten: 8 €

07 Bild Franziskus und Klara

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Die Schuhe der Schwestern
Dauer der Ausstellung 21.03.-03.10.2026

schuhe1

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